Unsere Angebote

Arbeitskreis Baukultur, Denkmalpflege und Landespflege

Der Arbeitskreis „Baukultur, Denkmalpflege und Landespflege“ setzt sich aus Heimatpflegern, Mitgliedern staatlicher und kirchlicher Behörden, der Bayerischen Architektenkammer, des Bayerischen Gemeindetags, dem Denkmalnetz Bayern, der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, sowie ausgewiesenen Fachleuten zusammen. In seinen jährlich vier Sitzungen beschäftigt er sich mit aktuellen Fragestellungen und Herausforderungen zum Themenfeld der Baukultur, Denkmalpflege und Landespflege. Dabei basiert die interdisziplinäre Diskussion generell auf der Berichterstattung eines eingeladenen Referenten. 

Im Jahre 2019 wurden folgende Themen behandelt:

- Nachkriegsarchitektur der 1950er und 1960er Jahre in der Münchener Innenstadt und aktuelle Gefährdungen dieses prägenden Gebäudebestandes.

- Entwurf eines Eckpunkte-Papiers der Initiative „Das bessere LEP in Bayern“.

- Neue Ortsmitte in der Gemeinde Waakirchen im Landkreis Miesbach.

- „Holz-gespalten“, Naturmaterial Holz zwischen traditionell handwerklichen und industriellen Holzbau.

Herausgabe des Werkblattes "Der Bauberater"

Werkblatt des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege

Die jährlich vier Ausgaben des Werkblattes „Der Bauberater“ widmen sich dem Grundsatz: Das Erbe der Vorfahren bewahren, es aber in der Gegenwart – im Sinne heutiger Bedürfnisse – zukunftsfähig zu gestalten. Dies war übrigens auch die Philosophie der Gründerväter des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege. Man kann es auch mit einem Zitat von Carl-Friedrich von Weizsäcker ausdrücken: „Tradition ist bewahrter Fortschritt – Fortschritt ist Weiterführung von Tradition“.

Im Werkblatt „ Der Bauberater“ werden städtebauliche Planungen und gebaute Projekte veröffentlicht und zur Diskussion gestellt, die Beiträge und Anregungen zur Lösung zeitgemäßer architektonischer Fragestellungen im Kontext anbieten. Der Redaktion ist daran gelegen, folgende Werte bzw. Haltungen zu vermitteln:
- Einfügung in die regionale Hauslandschaft,
- Gestaltung im Kontext des Ortes,
- Zusammenhang von Funktion und Gebrauchswert,
- schlüssige Baukonstruktionen unter Einsatz zeitgemäßer Materialien,
- hohe handwerkliche Detail- und Gestaltqualität,
- Aspekte der Nachhaltigkeit und Langfristigkeit.

Verantwortlicher Redakteur: Reg.-Bmstr. Bernhard Landbrecht, Architekt BDA, München
Mitarbeit: Dr.-Ing. Vinzenz Dufter

Für Mitglieder kostenlos, für Interessierte in unserem Online-Shop. Im Abonnement 4 Hefte/Jahr 19,00 EUR, Einzelheft 4,75 EUR

Bauberatung und Bildungsauftrag

Hausbesuche
Die Hausbesuche sind eine Initiative der Bauberatung des Landesvereins zur intensiveren Verbreitung vorbildlicher Architektur in Bayern. Sie richtet sich an Architekten, Bürgermeister, Kreis- und Stadtheimatpfleger sowie interessierte Bürger.
Unter dem Motto "Schauen – Erleben – Begreifen" wird jeweils an einem Freitagnachmittag von 15 bis 17 Uhr ein Gebäude vorgestellt. Die Projektdaten werden auf der Internetseite des Landesvereins unter „Veranstaltungen“ bekannt gegeben.
Eine Anmeldung dazu ist erforderlich unter Tel. 089/286629-0 oder baukultur@heimat-bayern.de.

Häuserfahrten
Die Häuserfahrten des Landesvereins sind eintägige Informationsveranstaltungen für Menschen, die bauen oder alte Bausubstanz instandsetzen oder umnutzen wollen. Im Rahmen einer ganztägigen Busexkursion werden sowohl vorbildliche Neubaubeispiele als auch denkmalpflegerische Objekte gezeigt und von den Bauherren und Architekten vorgestellt. Die Teilnehmer haben somit an diesem Tag die Möglichkeit, ausgewählte Gebäude im Maßstab 1:1 kennenzulernen und sich für das eigene Bauvorhaben Tipps und Anregungen zu holen. Die Häuserfahrten werden von den jeweiligen Landkreisen bzw. Bezirken als Kooperationspartner unterstützt.
Eine Anmeldung in der Geschäftsstelle des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege ist erforderlich. Umkostenbeitrag pro Person 10 EUR.

Vorträge, Fachtagungen und Ausstellungen
Gute vorbildhaft gestaltete Siedlungen und Gebäude – sogenannte Best Practice-Beispiele – sind nach wie vor die überzeugendste Möglichkeit, Gedanken und Prinzipien zum guten Bauen weiterzuverbreiten und um Überzeugungsarbeit zu leisten. Die Vorträge des Bayerischen Landesvereins sowie die Mitwirkung an Fachtagungen oder Ausstellungen dienen dieser übergeordneten Aufgabe.

Bauberatung im Einzelfall
Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege bietet den Bürgerinnen und Bürgern Bayerns seit über 100 Jahren eine fachkundige Bauberatung für die komplexen Fragen des Bauens im ländlichen Raum, für verständliche Lösungen und machbare Alternativen. Diese praktizierte Heimatpflege ist ausgerichtet auf ein funktional klares, konstruktiv selbstverständliches und materialgerechtes Bauen, ohne modische Oberflächendekorationen und Heimat-Tümelei.

Bei zunehmenden Beratungsdefiziten staatlicherseits wird dies auch immer wichtiger. Bauberatung dient dem Bürger. Sie bietet ihm wichtige Hilfestellungen im Lebensbereich Wohnen und Arbeiten und trägt damit wesentlich zur gebauten Lebenskultur bei und damit auch zur Gesamtqualität Bayerns. Diese zu erhalten – aber auch zukunftsweisend zu gestalten, frei von modischen Trends und kurzlebigen Feuerwerken, aber gerade dadurch überzeugend in ihrer unglaublichen Kraft und Vielfalt – ist und bleibt eine zentrale Aufgabe.

Wenn Sie regelmäßig über die Veranstaltungen zum Thema Bauen informiert werden wollen, nehmen wir Sie gerne in unseren E-Mail-Verteiler auf unter: baukultur@heimat-bayern.de

Stellungnahmen

Die Umgestaltung unserer bebauten Umwelt erfordert Gespür für das Vorhandene und Rücksicht auf Natur und Menschen. Wer die Schönheit der Landschaft und die historischen Stadtbilder für eigene wirtschaftliche Aktivitäten nutzt, muss wissen, dass er damit auch in die Rechte anderer eingreift. Wir können erwarten, dass sich jeder, der vorhat unsere Umwelt umzugestalten, die Mühe macht, mit hohem Aufwand nach einer guten, nach einer möglichst schadensfreien und nach einer zustimmungsfähigen Lösung zu suchen. Sonst werden Siedlungen und Landschaften ohne Not bis zur Unkenntlichkeit zugebaut und vernutzt. Der Landesverein unterstützt Initiativen, die darauf schauen, dass auch die gemeinschaftlichen Argumente und Motive auf den Tisch kommen, dass nicht nur vom Recht auf Nutzung die Rede ist, von Einzelaspekten und von individuellen wirtschaftlichen Belangen, sondern auch das Recht der Bewohner der Region auf eine halbwegs unversehrte Landschaft, auf gemeinschaftsverträgliche und qualitätsvolle Lösungen. Die Stellungnahme versteht der als Landesverein deshalb auch als Mittel der frühzeitigen Mitwirkung an den Entscheidungsprozessen.

Es werden Stellungnahmen zu den Themen der Baukultur, des Städtebaus und der Denkmalpflege angefertigt.  Außerdem nimmt der Bayerische Landesverein für Heimatpflege auch als Träger Öffentlicher Belange in Verfahren der Bauleitplanung Stellung.

Zusammenarbeit mit Institutionen

Baukultur ist immer auch als gemeinschaftliche Aufgabe zu verstehen. Deshalb führt die interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachgremien und interessierter Bürger durchgängig zu ganzheitlichen und langfristigen Ergebnissen und Lösungen.

Im Sinne seiner ganzheitlichen Zielsetzung arbeitet der Landesverein mit folgenden Institutionen im Bereich der Baukultur zusammen:

  • Zusammenarbeit mit den Bezirks-, Kreis-, Stadt- und Ortsheimatpflegern
  • Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
  • Mitarbeit im Landesdenkmalrat
  • Mitarbeit in Projektgruppen bei der Bayerischen Architektenkammer
  • Mitarbeit in der Fachgruppe „Baukultur und Denkmalpflege“ beim Bund Heimat und Umwelt (BHU)
  • Jurytätigkeit als Preisrichter:
  • Staatspreis des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten,
  • Gabriel-von-Max-Denkmalpreis des Schutzverbandes für das Ostufer des Starnberger Sees
  • Wettbewerb zur Förderung der Baukultur im Augsburger Land des Landkreises Augsburg