Pressemitteilung: In Kollersried startete die Mitmach-Aktion „Mein liebster Brauch“ mit Staatsminister Albert Füracker, MdL

Osterbrunnen, Abistreich oder Maibaum-Aufstellen?

Am 1. April – und dabei handelte es sich nicht um einen Aprilscherz! – eröffnete Staatsminister Albert Füracker, MdL, die Mitmach-Aktion „Mein liebster Brauch“ in Kollersried im Landkreis Regensburg.

„Jung und Alt, Einheimische und ‚Zuagroaste‘ sind eingeladen, uns ihren Lieblingsbrauch mitzuteilen. Wir freuen uns auch über persönliche Geschichten zu den Bräuchen oder über eingesandte Fotos. Wir hoffen dadurch eine größere Aufmerksamkeit für die Vielfalt gelebter Bräuche in Bayern zu schaffen,“ sagte Dr. Rudolf Neumaier, Geschäftsführer des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege.

Unter den interessierten Blicken der anwesenden Gäste aus dem Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat und aus der Heimatpflege machten Mitglieder der Dorfgemeinschaft noch die letzten Handgriffe beim Schmücken der Osterkrone mit Girlanden aus Buchszweigen, Blumen und bemalten Eiern. Anschließend wurde sie gemeinschaftlich zur Ortsmitte transportiert, wo sie nun den Dorfbrunnen ziert.

„Traditionen sind wichtiger Bestandteil unserer Heimat und unseres Lebens. Mit der Jahresaktion ‚Mein liebster Brauch‘ begibt sich der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e. V. auf Spurensuche, welche Erinnerungen und Empfindungen Menschen mit ‚ihren‘ Bräuchen verbinden. Die gemeinsame Brauchpflege ist wichtig und mit einem Gefühl von Heimat und Glück verbunden. Tradition schafft Gemeinschaft und trägt gerade im ländlichen Raum zum Zusammenhalt bei. Unsere Heimat braucht Menschen, die ihren Lebensraum aktiv gestalten und ihr Bewusstsein für Reichtum und Sinn von Bräuchen vertiefen oder neu entdecken!“, betonte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, MdL.

Der Treffpunkt am Osterbrunnen war dabei gut gewählt, schließlich kann er als anschauliches Beispiel für permanente Veränderungen im Brauchgeschehen dienen. Älteste Nachweise für Osterbrunnen finden sich nämlich im frühen 20. Jahrhundert in der Fränkischen Schweiz. Seit etwa drei Jahrzehnten findet man Osterbrunnen aber vermehrt auch in anderen Teilen Bayerns, etwa in Kollersried. Nach dem Zweiten Weltkrieg trug der Fremdenverkehr maßgeblich dazu bei, dass Osterbrunnen wiederbelebt oder mancherorts gar neu eingeführt wurden.

Wer Lust hat, an der Aktion „Mein liebster Brauch“ teilzunehmen, kann seinen Lieblingsbrauch in ein einfaches Formular auf der Webseite https://www.brauchwiki.de/lieblingsbrauch/ eintragen. Die Zuschriften werden gesammelt und am Ende der Aktion ausgewertet. Im Landesverein erhofft man sich dadurch spannende Einblicke in das aktuelle Brauchgeschehen in Bayern.

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden attraktive Preise verlost, darunter auch die kostenlose Teilnahme an Brauchveranstaltungen in allen Teilen Bayerns, inklusive Übernachtungen.

Die Aktion ist eine Kooperation des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V. mit dem Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat und dem Bayerischen Rundfunk. Das Projekt wird sich über ein ganzes Jahr erstrecken und öffentlichkeitswirksam begleitet.

Weitere Auskünfte erteilt:

Michael Ritter

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Tel. 089 286629-14

michael.ritter@heimat-bayern.de

aufgestellter Osterbrunnen in Kollersried mit Staatsminister Albert Füracker mehr

THEMENBEREICHE
AKTUELLES

Das könnte Sie auch interessieren:

„Der Schlüssel zum Genuss liegt in der Einfachheit“ – Interview mit Katharina Mayer

Katharina Mayer versteht traditionellen bayerischen Volkstanz als Einladung für alle. Jetzt nimmt sie im Rahmen des Zertifizierungsprogramms für die Volksmusik-Vermittlung in Schulen gemeinsam mit dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege Schulkinder mit auf die Tanzfläche. Ein Teil der Videos zum Projekt ist gerade erschienen. Im Interview erklärt die Tanzmeisterin ihre Passion.  

weiterlesen »

Ein guter Tag für unsere Dialekte – Vortrag von Hans Kratzer

Der Landesverein hat die ehrenvolle Aufgabe übertragen bekommen, ein Netzwerk und eine Internet-Plattform für die Dialektpflege in Bayern aufzubauen. Dieses Netzwerk soll alle in Bayern gesprochenen Mundarten und möglichst viele Projekte abbilden. Bei der Auftakt-Veranstaltung in Ingolstadt am 7. Februar 2026 gab der preisgekrönte SZ-Journalist Hans Kratzer einen eindrucksvollen Impuls. Den Vortrag können Sie hier lesen.

weiterlesen »
Verlinkung zu Pressemitteilung

Pressemitteilung: Schon 140 Vorschläge bei Straßennamen-Aktion – Kabarettist Christian Springer beteiligt sich

Hans-Jochen Vogel, Barbara Stamm und Wilhelm Hoegner, Anna Wimschneider, Franz Beckenbauer und Pumuckl – all das sind Namen, die bislang beim großen Straßennamen-Projekt des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege eingegangen sind. Am Ende will der Landesverein mit hochkarätigen Historikern aus den Vorschlägen von teilnehmenden Bürgern und Bürgerinnen eine Positiv-Liste für die Benennung von Straßen, Plätzen und Schulen erarbeiten und sie den bayerischen Kommunen als Auswahlkatalog vorlegen.

weiterlesen »
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner