Landesverein von der UNESCO als NGO (Nichregierungsorganisation) akkreditiert

Immaterielles Kulturerbe schützen und weiterentwickeln

Seitdem die Bundesrepublik Deutschland dem Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO im Jahr 2013 beigetreten ist, begleitet auch der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e. V. die Umsetzung der Konvention in Deutschland.

1902 gegründet, befasste sich der Landesverein schon früh mit den unterschiedlichen Ausprägungen immateriellen Kulturerbes –  auch, wenn diese damals noch nicht als solche bezeichnet wurden. Auch heute ist die Beschäftigung mit Immateriellem Kulturerbe und den damit verbundenen Themen – neben der Bau- und Denkmalpflege – noch immer eine wichtige Aufgabe des Landesvereins.

Weltweit nehmen 193 Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) eine Beratungsfunktion wahr und unterstützen durch ihr Wissen den Zwischenstaatlichen Ausschuss. Im Jahr 2018 bewarb sich der Landesverein um eine Akkreditierung als NGO bei der UNESCO. In der achten Generalversammlung, die im September 2020 in Paris stattfand, wurde der Landesverein schließlich als dritte Organisation aus Deutschland neben dem Bund Heimat und Umwelt und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks von der UNESCO als NGO bestätigt.

Der Landesverein stellt ein Mitglied des bundesweiten Expertenkomitees „Immaterielles Kulturerbe“ der Deutschen UNESCO-Kommission und ist damit bereits seit 2013 in den Prozess der Antragstellung und -bearbeitung involviert. Als Pilotprojekt betrieb er 2015/16 eine „Beratungsstelle Immaterielles Kulturerbe“, die inzwischen am Institut für Volkskunde angesiedelt ist.

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