Pressemitteilung: Redet über die Verfassung!

Landesverein für Heimatpflege kritisiert Lehrerverband

 

Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege verteidigt die von der Regierungskoalition geplante Verfassungsviertelstunde in den Schulen gegen die harsche Kritik von Lehrerverbänden. „Die Reaktion von Lehrerverbänden auf diese Idee ist sehr bedauerlich“, sagt Dr. Rudolf Neumaier, der Geschäftsführer des Vereins, der zum Schuljahresbeginn einen solchen Verfassungs-Impuls angeregt hatte. „Es leuchtet mir nicht ein, wie man eine Verfassungsviertelstunde pro Woche ablehnen kann, wenn man diese großartigen Texte selbst gelesen und verinnerlicht hat – und wenn man sich gleichzeitig die Ergebnisse von Jugendwahlen vor Augen führt. Sie kostet nichts und bedarf für die hervorragenden bayerischen Pädagoginnen und Pädagogen auch gewiss keiner großen Vorbereitung.“ Das sei ihm auch von Lehrerinnen und Lehrern gespiegelt worden, als die Heimatpfleger im September den Vorschlag zu einem Verfassungsimpuls machten. Den Lehrermangel als Argument gegen einen Verfassungs-Impuls anzuführen, bezeichnet Neumaier als befremdlich. „Wenn Lehrer wirklich damit überfordert wären und es drauf ankommt, bereiten wir beim Landesverein kurze Videospots vor, in denen wir Schülerinnen und Schülern mit Passagen aus den Verfassungstexten vorstellen und mit Fragen zum Diskutieren anregen. Und es gibt bestimmt viele andere Verbände, die da mitmachen.

Die Verfassungsviertelstunde werde sich als probates Mittel erweisen, junge Menschen „von den klugen Ideen der Urheber von Grundgesetz und Bayerischer Verfassung zu begeistern“ und sie damit für ihre eigene Verantwortung für ein friedvolles Zusammenleben in unserer Demokratie zu sensibilisieren. „Man muss es einfach mal ausprobieren. Wenn man das ein oder zwei Jahre an einer Schule praktiziert und danach evaluiert, werden diese Schulkinder die Verfassung oder das Grundgesetz und damit unsere Grundwerte wohl definitiv besser kennen als an Schulen, in denen sie diese Texte nicht kennenlernen. Und ist es nicht besser, sie zumindest ein bisschen zu kennen als gar nicht? Dass es ein Defizit in der Demokratievermittlung gibt, liegt auf der Hand.

Dr. Olaf Heinrich, der Vorsitzende des Landesvereins für Heimatpflege, pflichtet dem bei: „Viele Umfragen lassen darauf schließen, dass das Verständnis für die Basis unserer Demokratie abnimmt. Wo könnte man sie den Menschen besser näherbringen als schon früh in der Schule, gerne auch noch an Berufs- und Hochschulen? Verantwortung und das Bewusstsein für diese Verantwortung, auch Gemeinsinn kann man lernen. Es wird angesichts der vielen negativen Einflüsse von Anti-Demokraten wichtiger denn je. Es gibt in diesen Gesetzestexten viele Stellen, die auch schon Buben und Mädchen durchdringen können.“ Heinrich erinnert sich an seine Zeit als Austauschschüler vor 25 Jahren in den USA. „Dort wurde in der Schule regelmäßig eine Art Fahnenappell abgehalten, der Pledge of Allegiance. Andere Länder lassen ihre Schulkinder vor der Landesfahne die Nationalhymne singen. Die Verfassung zu vermitteln, wäre aus meiner Sicht gescheiter.

 

 

Ansprechpartner:

Dr. Rudolf Neumaier
info@heimat-bayern.de
Tel. 089 286629-0

27.10.2023_Pressemitteilung_ Redet_über_die_Verfassung!

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