Aus Kirchberg am Wechsel, Niederösterreich. Die Tannhäuser-Ballade, mundartlich im bairiscben Sprachraum auch Balthauser, ist im ganzen deutschen Sprachraum verbreitet. In einzelnen Fassungen wird Papst Urban IV. genannt. Der fränkische Ritter von Danhusen, der als fahrender Sänger herumzog und besonders am österreichischen und bairischen Hofe sang, lebte im 13. Jahrhundert bis etwa 1270. Nach dem Tode Konrads des IV. (1254) setzten Papst Alexander IV. (1254-61) und auch sein Nachfolger Papst Urban IV. (1261-64) Karl von Anjou, den Bruder des französischen Königs, als päpstlichen Reichsvikar für Italien ein, um die Herrschaft der Staufer über Italien zu brechen. In der Schlacht bei Benevent, 1266, fällt Manfred, der Regent von Sizilien, ein unehelicher Sohn Friedrichs des II. Daraufhin zieht der 16- jährige Konradin, der letzte Staufer, nach Italien. Er unterliegt 1266 in der Schlacht bei Tagliacozzo und wird in Neapel hingerichtet. Damit endet die deutsche Herrschaft in Italien. Das Volkslied vom Tannhäuser entstand wahrscheinlich Ende des 15. Jahrhunderts. Sein polemischer Zug gegen das Papsttum weist darauf hin. Die Verbindung der Tannhäusersage mit der altgermanischen Sage vom Jüngling im Venusberg mag von den Liedern des Tannhäusers herrühren, die anfangs in den Liebesliedern gern einen üppigen, ausgelassenen, mitunter lüsternen Ton anschlagen, später aber neben der Klage über die steigende Verderbnis der Zeit auch Reue über sein eigenes wildes Leben beinhalten.

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