Bundesamt für Naturschutz: Neues Projekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“

Zu den größten Bedrohungen für die biologische Vielfalt gehört die Zerschneidung von Lebensräumen durch Verkehrswege, Siedlungen und Agrarflächen mit Monokulturen. Um naturnahe Lebensräume in Deutschland miteinander zu vernetzen und so das Überleben vieler Tier- und Pflanzenarten zu sichern, ist ein bundesweiter Biotopverbund notwendig. Das neue Projekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt soll daher bundesweit Kommunen dafür gewinnen, einen solchen Biotopverbund gemeinsam mit lokalen Akteuren umzusetzen. In Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen werden dazu in Modellregionen Biotope beispielhaft aufgewertet und stärker miteinander vernetzt. Zudem ist eine deutschlandweite Informationskampagne für alle Kommunen geplant. Das Bundesamt für Naturschutz fördert das Vorhaben mit Mitteln des Bundesumweltministeriums in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro.

In den drei Modellregionen werden unterschiedliche Schwerpunkte bearbeitet:

Das im oberbayerischen Landkreis Freising gelegenen Ampertal ist als Gewässer- und Feuchtgebietsachse für den bundesweiten Biotopverbund von hoher Bedeutung. Noch verbliebene naturnahe Lebensräume wie Bachsäume, Hangquellmoore, Teiche, Tümpel werden als Gerüst für den Aufbau eines Biotopverbundes genutzt. Bei Thonstetten sollen in einem Gebiet, das besonders für gefährdete wiesenbrütende Vogelarten wertvollen Lebensraum bieten kann, beispielhaft Biotopverbundmaßnahmen verwirklicht werden:

Geplant ist, feuchte Bodensenken anzulegen, Bewässerungsgräben aufzuwerten und Acker in feuchtes Grünland umzuwandeln und mithilfe einer extensiven Beweidung durch Wasserbüffel zu pflegen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

THEMENBEREICHE
AKTUELLES

Das könnte Sie auch interessieren:

„Der Schlüssel zum Genuss liegt in der Einfachheit“ – Interview mit Katharina Mayer

Katharina Mayer versteht traditionellen bayerischen Volkstanz als Einladung für alle. Jetzt nimmt sie im Rahmen des Zertifizierungsprogramms für die Volksmusik-Vermittlung in Schulen gemeinsam mit dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege Schulkinder mit auf die Tanzfläche. Ein Teil der Videos zum Projekt ist gerade erschienen. Im Interview erklärt die Tanzmeisterin ihre Passion.  

weiterlesen »

Ein guter Tag für unsere Dialekte – Vortrag von Hans Kratzer

Der Landesverein hat die ehrenvolle Aufgabe übertragen bekommen, ein Netzwerk und eine Internet-Plattform für die Dialektpflege in Bayern aufzubauen. Dieses Netzwerk soll alle in Bayern gesprochenen Mundarten und möglichst viele Projekte abbilden. Bei der Auftakt-Veranstaltung in Ingolstadt am 7. Februar 2026 gab der preisgekrönte SZ-Journalist Hans Kratzer einen eindrucksvollen Impuls. Den Vortrag können Sie hier lesen.

weiterlesen »
Verlinkung zu Pressemitteilung

Pressemitteilung: Schon 140 Vorschläge bei Straßennamen-Aktion – Kabarettist Christian Springer beteiligt sich

Hans-Jochen Vogel, Barbara Stamm und Wilhelm Hoegner, Anna Wimschneider, Franz Beckenbauer und Pumuckl – all das sind Namen, die bislang beim großen Straßennamen-Projekt des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege eingegangen sind. Am Ende will der Landesverein mit hochkarätigen Historikern aus den Vorschlägen von teilnehmenden Bürgern und Bürgerinnen eine Positiv-Liste für die Benennung von Straßen, Plätzen und Schulen erarbeiten und sie den bayerischen Kommunen als Auswahlkatalog vorlegen.

weiterlesen »
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner