Umfrage „Heimat Bayern im Wandel“

Interview mit Diane

Eine bayernweite Umfrage

Raffaela Kerscher, Lara Berger und Fabian Böck

Das Umfrage-Projekt „Heimat Bayern im Wandel“ wird die vielfältigen kulturellen Praktiken und Lebensweisen in Bayern dokumentieren und analysieren. Damit knüpft der Landesverein an eine historische Erhebung an, die in den Jahren 1908/09 durchgeführt wurde und bis heute als bedeutende Quelle für kulturhistorische und heimatkundliche Forschungen in Bayern dient.

Im frühen 20. Jahrhundert führte der damals noch unter dem Namen „Bayerischer Verein für Volkskunst und Volkskunde“ bekannte Landesverein die erste große volkskundliche Erhebung in Bayern durch. Die damalige Umfrage umfasste rund 400 Einzelfragen zu Themen wie Bräuche, Nahrung, Kleidung, Wohnung und Mundart. Die gesammelten Daten aus 598 Orten in ganz Bayern bieten bis heute einzigartige Einblicke in die materielle und immaterielle Alltagskultur der bayerischen Bevölkerung jener Zeit.

Mehr als 100 Jahre nach dieser bahnbrechenden Erhebung sieht der Landesverein erneut die Notwendigkeit, eine umfassende Bestandsaufnahme der Alltagskultur durchzuführen. Das Projekt „Heimat Bayern im Wandel“ wird sich dabei auf Themenbereiche konzentrieren, die von besonderer heimatpflegerischer Relevanz sind.

Das Fragenkonzept umfasst acht Themenkomplexe, darunter Bräuche und Kulturerbe, Ernährung und Konsumverhalten, Kleidung und Tracht, Glaube, Kunst und Musik, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Freizeitverhalten sowie Natur und Landschaft. Die Befragung beginnt mit offenen Fragen zum Heimatverständnis und fokussiert sich dann auf individuelle Erfahrungen, aber auch überregionale Einschätzungen. Dabei werden auch aktuelle Veränderungen und Herausforderungen thematisiert.

In die Konzeption der Erhebung sind einschlägige Fachinstitutionen wie die Lehrstühle für Europäische Ethnologie und für Vergleichende Kulturwissenschaften an den Universitäten in Bamberg und Regensburg und das Institut für Volkskunde bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie weitere Forscherinnen und Bezirksheimatpfleger beratend eingebunden. Die Durchführung des Projekts ist auf einen Zeitraum von drei Jahren angelegt und wird von der Stiftung „Mensch und Schöpfung – Otto und Therese Stumpf Stiftung“ gefördert.

Drei Stipendiaten sind seit Anfang September 2024 mit der Durchführung der Interviews und der Dokumentation und Veröffentlichung der Forschungsergebnisse betraut: Raffaela Kerscher, Lara Berger und Fabian Böck. Sie können die Zuständigkeitsgebiete der Stipendiaten der unten beigefügten Karte entnehmen.

Das Projekt sucht noch Interviewpartnerinnen und Interviewpartner! Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte bei:

N.N.: Kontakt über daniela.sandner@heimat-bayern.de 

Raffaela Kerscher: raffaela.kerscher@heimat-bayern.de

Lara Berger: lara.berger@heimat-bayern.de

Fabian Böck: fabian.boeck@heimat-bayern.de

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