Mei Liachtl im Laterndl

Elfriede Pollety schreibt dazu in einem Brief an Ernst Schusser: „Lieblingsweihnachtslied meiner Kindertage in Altötting. Nach Auskunft meiner älteren Geschwister wurde es schon unterm Krieg und die Jahre danach in der Pfarrkirche in Altötting von den Kindern bei den Rorateämtern gesungen. Dazu hat man eigens ein Harmonium unter die Kanzel gestellt. Eingelernt bzw. auf bildchengroße Zettel gedruckt hat es wohl der damalige Kooperator Joseph Hohenester (später Stadtpfarrer in Burghausen). Er hat es der Überlieferung nach aus dem Bayerischen Wald mitgebracht.“ Im Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern befinden sich hauptsächlich mündlich überlieferte Fassungen dieses herrlich naiven Kinderliedes zum großen Weihnachts-geschehen, vornehmlich aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf. Für die Kindergarten- und Schularbeit, für das adventliche Singen zuhause und bei öffentlichen Feiern wurde es festgehalten auf handschriftlichen oder getippten Handzetteln, Matritzen und Kopien. Auf eine Leserbefra-gung in den „Informationen aus dem Volksmusikarchiv“ (Bezirk Oberbayern, 2008) gingen zahlreiche Meldungen ein, wonach das Lied im Kindergarten oder in der Schule gelernt wurde, zum Teil mit kleinen szenischen Beigaben. Der früheste Beleg findet sich in der „Liederhandschrift Ludwig Maierhofer, Forstkastl (ca. 1932, Lkrs. Altötting). Es ist wohl besonders nach dem Zweiten Weltkrieg sehr bekannt gewesen (Eva Bruckner in Mangfallbote 18. 11. 2011).

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