Wiedereröffnung Torfbahnhof in Rottau am 14.09.2019

Torfbahnhof_Seiten- und Frontansicht

Dem vorbildlichen bürgerlichen Engagement des Museumsverein Torfbahnhof Rottau e.V. ist es zu verdanken, dass der ehemalige Torfbahnhof vor dem Abbruch bewahrt werden konnte.

Die Nutzung der 1920 errichteten Anlage zur Verarbeitung und Verladung des abgebauten Torfs auf die Schiene endete im Jahre 1989. Der Torfbahnhof steht als markantes Merkmal in der flachen Landschaft des Hochmoors der Kendlmühlfilzen. Sein Hauptgebäude mit dem hoch aufragenden Laternengeschoß leitet sich allerdings nicht aus der oberbayerischen Hauslandschaft ab. Es wurde ein Hallentypus gewählt, welcher sich am besten für die geplante Nutzung eignete.
Das überregional bedeutende Industriedenkmal wurde sehr substanzerhaltend instandgesetzt. Neue Einbauten wie notwendige Treppen oder Geländer wurden als unbehandelte Stahlkonstruktionen in einer zeitgemäßen Architektursprache eingebaut, so als wären sie schon immer da gewesen.
Der neue Museumseingang mit Museumsladen und WC entstand durch die Umnutzung eines untergeordneten Anbaus, indem dessen Südseite mit einer großzügigen Glasfassade und einer vorgelagerten schützenden Spalierwand aus unbehandelten Lärchenbohlen geöffnet wurde.

Museumsadresse: Museum Torfbahnhof, Hackenstraße 180, 83224 Rottau
Architekten: Schorr Architekten, Vachendorf
Tragwerksplanung: Grad Ingenieurplanungen, Ingolstadt, Frau Ulrike Steinbach
denkmalfachliche Beratung: BLfD, Paul Huber

THEMENBEREICHE
AKTUELLES

Das könnte Sie auch interessieren:

SchafkopffreundlichesWirtshaus

Schafkopffreundliches Wirtshaus

Schafkopfen verbindet Generationen und gehört zu Bayern wie die Brotzeit. Mit unserer neuen Auszeichnung machen wir Wirtshäuser in Bayern sichtbar, in denen Kartenspieler immer willkommen sind. Ob Schafkopf, Watten oder Tarock: Diese Spiele sind bayerisches Kulturgut, das wir erhalten wollen.

weiterlesen »
Eine Frau mit Brille lächelt vor einem lilanen Hintergrund.

Der Landesverein lässt seine Geschichte erforschen – Interview mit der Historikerin Martina Steber

Wie verhielt sich der Landesverein im Nationalsozialismus? Was bedeutete „Heimat“ in den 1920er- oder 1970er-Jahren? Um diese Fragen zu klären, erforscht das Institut für Zeitgeschichte die Geschichte des Landesvereins im 20. Jahrhundert. Projektleiterin ist Frau Prof. Dr. Martina Steber. Sie erklärt im Interview, wie moderne Heimatpflege ihre Vergangenheit aufarbeiten kann.

weiterlesen »
Pullach: Grundschule Musikprojekt mit Monika Drasch

Mit Jodlern durch die bayerische Verfassung

Kann man die Bayerische Verfassung jodeln? Man kann. In einem ungewöhnlichen Volksmusikprojekt bringt Monika Drasch Grundschulkinder zum Singen – und zum Nachdenken. Es geht um Grundrechte, Mitbestimmung und die Regeln unseres Zusammenlebens. Aus Paragrafen werden Töne, aus der Bayerischen Verfassung gemeinsames Musizieren. So wird Demokratiebildung hörbar – und macht sogar Spaß.

weiterlesen »
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner