Augustin Holler zählte zu den wichtigsten Komponisten aus den Reihen der Münchener Stadtmusikanten. 1744 in Rothenstadt bei Weiden als Sohn eines Nagelschmiedmeisters geboren, besuchte er wahrscheinlich das benediktinische Gymnasium in Freising. 1773 wurde er in die Zunft der Stadtmusiker aufgenommen. Mehr als vierzig Jahre wirkte er hier, zuletzt als Stadtmusikmeister. Aus dem reichen Schaffen Hollers sind mehr als 120 Kompositionen erhalten geblieben. Die Stadtmusiker waren die Vertreter volkstümlichen Musizierens in den Städten schlechthin. Sie musizierten bei Hochzeiten und Jubiläen, bestritten einen großen Teil der Kirchenmusik, veranstalteten nächtliche Serenadenkonzerte auf den Straßen und Plätzen und besorgten nicht zuletzt die Tanzmusik in den Wirtshäusern der Stadt. Augustin Holler pflegte vor allem die der Volksmusik nahestehenden kleineren Formen.

Mit Jodlern durch die bayerische Verfassung
Kann man die Bayerische Verfassung jodeln? Man kann. In einem ungewöhnlichen Volksmusikprojekt bringt Monika Drasch Grundschulkinder zum Singen – und zum Nachdenken. Es geht um Grundrechte, Mitbestimmung und die Regeln unseres Zusammenlebens. Aus Paragrafen werden Töne, aus der Bayerischen Verfassung gemeinsames Musizieren. So wird Demokratiebildung hörbar – und macht sogar Spaß.


